
Mittlerweile habe ich eine Strecke von ca. 2’416 km zurückgelegt und bin nun in Cairns, und somit auch am nördlichsten Punkt meiner Reise, angekommen. Cairns ist eher ein kleiner Ort, allerdings gibt es in der Umgebung sehr viel zu entdecken. Aus diesem Grund habe ich diverse Tagestouren unternommen, wie ein besuch in Kuranda oder dem Daintree Rainforest, natürlich durfte eine Schnorcheltour am Great Barrier Reef auch nicht fehlen.
Kuranda

Kuranda liegt mit dem Auto ca. 20 min ausserhalb von Cairns und ist für die beiden Anreisemöglichkeiten mit der Skyrail Rainforest Cableway und der Kuranda Scenic Railway bekannt. Die Skyrail Rainforest Cableway ist zwar nur 7,5 km lang dauert auf Grund der mehreren kurzen Zwischenstopps, wo man umsteigen muss, 1,5 Stunden. Beim Umsteigen sollte man sich unbedingt Zeit lassen, da man dabei wunderschöne Aussichten geniessen kann. Oben angekommen hat man die Möglichkeit verschiedene Märkte und Kunstläden zu erkunden. Es gibt auch eine Schmetterlingaufzuchtstation, einen Vogelpark und ein Noctarium, wo man nachtaktive Tiere sehen kann, welche man besuchen kann. Auf meiner Tour treffe ich auf eine Amerikanerin welche auch alleine reist und so beschliessen wir den Tag gemeinsam zu verbringen. Bevor wir mit der Kuranda Scenic Railway zurück nach Cairns fahren machen wir noch einen kleinen Spaziergang entlang des Flusses. Die Zugfahrt dauerte 1,75 Stunden bis zum Bahnhof. Die Zugstrecke ist seit 1891 nicht verändert worden.

Great Barrier Reef

Nach einer kurzen Silvesternacht geht es am ersten Januar los zum Schnorcheln am Great Barrier Reef. Die Fahrt vom Hafen in Cairns zu den Schnorchelstellen dauert ca. 1 Stunde und 45 Minuten. Nachdem alle instruiert wurden kann das Schnorcheln endlich losgehen. Das Great Barrier Reef ist so gross dass es sogar aus dem Weltall erkennbar ist und beherbergt eine riesige Vielzahl von Korallen und Fischarten. Ich habe keine Ahnung wie viele verschiedene Fische ich gesehen habe, geschweige denn wie die alle heissen. Die Fische sind sehr farbenfroh und man entdeckt immer wieder eine andere Fischart. Ob gross oder klein jeder Fisch ist auf seine eigene Art beeindruckend. Man hat mir gesagt dass es möglich ist Schildkröten oder Riffhaie zusehen. Da zwei andere Backpacker gesagt haben, sie hätten am Tag zuvor eine Schildkröte gesehen, hielt ich besonders danach ausschau. Eine Schildkröte habe ich zwar nicht gesehen, dafür tauchte direkt unter mir ein Riffhai unter einem Stein auf und zwar so dass ich ihm ins Maul schauen konnte. Dieses Erlebnis war definitiv das Highlight des Tages für mich.


Daintree Rainforest

Meine Letzte Tour führt mich zu diversen Orten im Daintree Rainforest. Erstes Ziel unserer Reise sind die Babinda Boulders wo wir die Möglichkeit haben im kristallklaren und kühlen Bergwasser zu schwimmen. Nach unserem morgen Tee fahren wir weitern zu den Josephine Falls, welcher ein dreistufiger Regenwald-Wasserfall mit dem beeindruckensten Schwimmloch in Australien ist. In diesem Wasserfall kann man wunderbar schwimmen und den Felsen runter rutschen. Das Highlight auf der Tour sind die bekannten Milla Milla Falls. Die Fälle sind 30 Meter hoch und ein beliebt für Fotos. Leider hat es in den Letzten Tagen nicht so viel geregnet so dass die Fälle nicht ganz so beeindruckend waren. Letzter Stop des Tages ist der Lake Eacham, dieser See ist ein Vulkankratersee und über 60 Meter tief. Auch hier nehmen wir ein Bad im erstaunlich warmen Wasser und lassen dann den Tag bei einer heissen Schokolade und einem Muffin ausklingen.

