
Ca. 727 km östlich von Adelaide liegt, abgesehen von Sydney, die wohl bekannteste Stadt Australiens, Melbourne. Melbourne hat allerdings viel mehr zu bieten als nur die alljährliche Austragung der Australian Open. In der zweitgrößten Stadt Australiens finden regelmässig Festivals statt und durch die vielen verschiedenen Anlässen ist immer etwas los.

St. Kilda
An meinem ersten Tag in Melbourne besuche ich den schönen Strand in St. Kilda. St. Kilda liegt etwas ausserhalb der Stadt und ist mit dem Tram in ca. 20 min zu erreichen. In St. Kilda befindet sich neben dem Strand auch der Luna Park von Melbourne wo man ganz gut den ganzen Nachmittag verbringen könnte. Wenn man etwas geduldig ist und bis zum Eindunkeln wartet, kann man entlang des Piers Pinguine beobachten, welche nach einem langen Tag im Meer wieder zurück ans Ufer kommen um sich im Schutz der Steinen und Felsen auszuruhen. Tatsächlich tauchen kurz nach dem Eindunkeln die ersten Pinguine auf und bringen so die ganzen Leute in Aufregung und Erstaunen. Nach dem das ganze Spektakel etwas abgeklungen ist, mache ich mich auf den Rückweg ins Stadtzentrum.
Queen Victoria Market
Nur fünf Minuten von meinem Hostel entfernt befindet sich der berühmte Queen Victoria Market. Auf diesem Markt findet man einfach alles, von Taschen, Souvenirs, frischem Gemüse und Obst bis hin zu Fleisch und Fisch. Besucht man den Markt am Tag darf man nicht zu spät beginnen denn er ist nur bis 15:00 Uhr geöffnet und es gibt reichlich zu entdecken. Jeden Mittwochabend von 17:00 bis 22:00 Uhr findet der Queen Victoria Night Market statt, anders als am Morgen findet man hier viel mehr Stände mit leckerem Essen aus aller Welt und Handwerkskunst. Wer Live Musik mag der sollte sich den Night Market auf keinen Fall entgehen lassen, in beinahe jeder Halle befindet sich eine kleine Bühne wo Musiker ihr bestes geben und tolle Unterhaltung bieten. Ein besuch auf dem Queen Victoria Market lohnt sich garantiert.
Brighton Beach

Fährt man mit dem Auto für ca. 30 min der Küste entlang Richtung Süden hat man nicht nur einen wunderschönen Ausblick aufs Meer, man erreicht auch Brighton Beach. Brighton Beach ist ein ziemlich kleiner Ort der allerdings für seine bunten Strandhäuser bekannt ist. Hier gibt es sie zu Dutzenden und jedes ist farbenfroher als das vorherige. Einige sind gekonnt mit kleinen Kunstwerken bemalt, andere sind einfach nur bunt und schön anzusehen.

Royal Botanical Garden

Viel Grünfläche findet man im Stadtzentrum von Melbourne nicht gerade, allerdings befindet sich ca. 30 min zu Fuss von meinem Hostel der Botanische Garten. Hier kommen alle Naturliebhaber auf ihre Kosten. Der Garten ist über 36 Hektar gross und beherbergt alle möglichen Pflanzenarten. Neben einem kleinen Kräutergarten gibt es einen Rainforestwalk, plätschernde Wasserfälle und etliche Teiche. Nach einer Stunde kreuz und quer durch den Park schlendern habe ich noch immer nicht alles gesehen. Ganz in der nähe des Botanischen Garten ist das Denkmal Shrine of Remembrance. Es wurde ursprünglich erbaut, um die Männer und Frauen von Victoria zu ehren, welche im Ersten Weltkrieg gedient haben. Mittlerweile ist es ein Denkmal für alle Australier, die in einem Krieg gedient haben. Es ist eines der größten Kriegsdenkmäler in Australien.

Street Art

Anders als bei uns sind viele Graffitis, welche man in Australien sehen kann, echte Meisterwerke und Melbourne ist bekannt für diese Graffitis. Zu den bekanntesten Strassen gehören die AC/DC Lane, Hosier Lane und der Duckboard Place.Da ich es faszinierend finde wie man mit nur etwas Farbe und etwas Geschick eine Langweilige Wand verschönern kann sehe ich mir natürlich diese Orte an. Ich bin erstaunt darüber wie die aussagekräftig die Graffitis sind. Viele der neueren Graffitis zeigen nämlich das Leid und die Hilflosigkeit, welche durch die schweren Buschfeuer entstanden sind und den Feuerwehrmänner wird somit einen tiefen Respekt gezeigt. Ausserdem findet man auch Street Art welche auf die nächsten Australien Open hinweisen welche vom 20. Januar bis zum 2. Februar statt finden.


Geat Ocean Road

Anders als andere mache ich keine mehrtägige Reise entlang der Great Ocean Road, sondern mache einfach einen Tagesausflug zu den bekanntesten Punkten. Aus diesem grund fahre ich auch nicht die ganze 243 Kilometer lange Straße von Torquay nach Allansford. Die Straße schlängelt sich durch abwechslungsreiches Gelände entlang der Küste und bietet Zugang zu mehreren bekannten Sehenswürdigkeiten, einschließlich der Kalksteinformationen der Zwölf Apostel. Und genau dort beginnt auch meine Tour, damit wir nämlich dem ganzen Touristenstrom etwas aus dem Weg gehen können fahren wir über den Inlandsweg direkt zu den Zwölf Apostel. Die Zwölf Apostel sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein, da die Felsen aus Kalkstein bestehen werden sie alle irgendwann mal einstürzten und so kommt es auch dass ich nicht mehr zwölf sondern nur noch acht sehe. Sie sind deswegen allerdings nicht weniger beeindruckend. Nach ca. einer Stunde Aufenthalt fahren wir entlang der Küste zurück Richtung Osten. unterwegs machen wir noch diverse Stopps in kleineren Surfer-Orten unter anderem auch in Appollo Bay wo wir die möglichkeit haben Vegemite Ice Cream zu probieren.
