Hobbiton
Auf dem Weg von Waitomo nach Rotorua machen wir einen Abstecher in Hobbiton. Was ist Hobbiton fragen sich nun vielleicht einige von euch. Hobbiton ist der Ort wo einige Szenen von den Herr der Ringe und den Hobbit Filmen gedreht wurde. Ich selbst bin kein wirklicher Fan dieser Filme und habe auch keinen gesehen, trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen die Filmkulisse von damals zu besuchen. Das Filmset befindet sich auf dem 500 Hektar grossen Anwesen der Alexander Familie, welche seit 1978 einen Viehzuchtbetrieb mit Schafen und Angus-Rindern führt. Im ca. 5,5 Hektar grosse Filmset verfügt über 44 Hobbit-Höhlen, das Gasthaus Green Dragon, Bilbo’s Bag End Home und noch viele weitere Schauplätze aus den Filmen. Zum Ende der Führung konnten wir uns noch in einer möblierte Hobbit-Höhle umsehen, bevor wir uns im Green Dragon mit einem Erfrischungsgetränk etwas ausruhten.




Mitai Maori Village
Nach dem Ausflug im Hobbiton, ging die Reise weiter nach Rotorua. Rotarua ist eine Stadt mit rund 53’300 Einwohnern und wurde nach dem gleichnamigen See Rotorua benannt. Der See wurde als zweiter See von einem Uhreinwohner entdeckt und deshalb von ihm auch so benannt. In der Sprache der Maori steht „rotu “ für See und „rua“ für zwei. Rotorua ist der zweitgrösste See der Nordinsel Neuseelands und die Gegend ist bekannt für ihre heissen Quellen und die reiche Maori-Kultur. Da ich gerne etwas mehr über die Kultur der Maori erfahren möchte, habe ich mich für einen entsprechenden Event angemeldet. Der Event beinhaltete neben einer kleiner Show zu Beginn und einer Fragerunde zum Abschluss auch ein traditionelles Hangi, ein Abendessen welches im Erdofen zubereitet wird. Unser Hangi umfasste neben Fleisch, Hühnchen und Süsskartoffeln, auch Meeresfrüchte und noch vieles mehr. Hangi wird traditionell in Körben zubereitet. Die Körbe mit dem Gericht werden auf heisse Steine am Boden der 1-2m tiefen Grube gestellt. Anschliessend wird das Gericht abgedeckt, um die Hitze einzuschliessen. Der Dampf und die Hitze der heissen Steine verleihen dem Hangi während des 3-4 stündigen Garvorgangs köstliche, erdige Aromen. Bevor das Hangi-Buffet eröffnet wurde, bekamen wir die Möglichkeit die Maori-Krieger zu beobachten wie sie mit dem Kanu den Wai-o-Whiro-Bach hinunterpaddeln. Danach sahen wir verschiedene rituelle Maori Tänze, darunter auch ein sogenannter Haka. Der Haka wird oft als Kriegstanz interpretiert, doch eigentlich bedeutet Haka nichts anderes als „Tanz“ oder „Lied mit Tanz“. Nach der ca. Einstündigen Show wurde das Buffet für eröffnet erklärt und wir konnten das Hangi kosten und uns so viel Nachschlag holen wie wir wollten. Nach dem Dessert und der abschliessenden Fragerunde ging es wieder zurück ins Hostel.


White Water Rafting
Für den zweiten Tag in Rotorua habe ich mich fürs White Water Rafting angemeldet. Auch wenn der Namen fast gleich klingt wie das Black Water Rafting in Waitomo sind diese beiden Raftings komplett unterschiedlich. Während das Rafting in den Waitomo Caves eher ruhig und entspannt war erlebten wir beim Rafting in Rotorua ein bisschen das Gegenteil. Insgesamt überwinden wir 14 Stromschnellen und 3 Wasserfälle. Auch hier werden wir natürlich bevor es losgeht mit der nötigen Ausrüstung ausgerüstet und die Instruktionen dürfen auch nicht fehlen. Als alle Startklar sind, hiess es Boot und Paddel schnappen und gemeinsam mit dem eingeteilten Tourguide auf dem Kaituna River in ein neues Abenteuer starten. So lange der Fluss noch etwas ruhiger ist konnten nochmals die verschiedene Techniken getestet werden. Sobald Gilly, unser Tourguide, mit dem Ergebnis unserer „Trainingseinheit“ zufrieden war, ging es über die ersten Stromschnellen und schon kurz darauf folgten die ersten beiden Wasserfälle. Als erstes kam der zwei Meter hohe Fall und kaum war dieser geschafft kam der ein Meter hohe. Beide Wasserfälle überwanden wir problemlos. Danach kam wieder eine etwas ruhigere Phase mit Stromschnellen usw. Nach etwa der Hälfte der Strecke kam das Highlight des Raftings der 7m hohe Tutea Fall, der höchste kommerziell befahrbare Wasserfall der Welt. Nun hiess es das eben gelernte nochmals zu wiederholen und wenn es dann soweit war sich gut festzuhalten um nicht aus dem Boot zufallen. Aber natürlich meisterten wir auch diesen Wasserfall ohne Probleme. Nach dem dies geschafft war, war der Rest des Raftings nur noch ein Klacks und eigentlich sehr entspannend. Am Ausstieg angekommen hiess es Boot zum Parkplatz tragen und mit dem Shuttle zurück zur Rafting-Station fahren um uns umzuziehen.




Te Puia – Geothermal Wonderland
Nach dem aufregenden Morgen lasse ich den Nachmittag gemütlich bei einem Spaziergang zum Kuirau Park ausklingen. Im Kuirau Park gibt es diverse blubbernde Schlammbäder und heisse Quellen. Der Park so wie der ganze Ort Rotorua ist allerdings nichts für Leute mit einer empfindlichen Nase. Durch die starken geothermischen Aktivitäten in der Region, entweichen Gase wie Schwefelwasserstoff aus der Erde und dadurch stinkt die Luft oft sehr stark nach faulen Eiern. Als Abschluss für die Zeit in Rotorua habe ich am für den nächsten Morgen eine Führung im Te Puia gebucht. Neben den blubbernden Schlammbädern, heissen Quellen und einem Geysir befindet sich auch das New Zealand Maori Arts und Crafts Institute und ein hochmodernes Kiwi-Schutzzentrum hier. So dass ich bevor ich weiter reise nochmals die Gelegenheit bekomme die Kiwis zu sehen und die schönen Arbeiten der Maoris bestaunen kann.


