Nach den Whitsundays stoppe ich in Townsville, welches ca. 4,5 Stunden von Airlie Beach entfernt liegt. Von Townsville aus mache ich eine Tagestour nach Magnetic Island, die Insel liegt ca. 8 km von der kleinen Stadt. Auf der Insel angekommen mache ich mich auf die Suche nach Koalas und Rock Wallabys, welche hier in grossen Mengen vorkommen. Tatsächlich treffe ich schon ziemlich bald auf ein neugieriges Wallaby. Die Koalas haben sich allerdings zu gut versteckt so dass ich keine zu Gesicht bekomme. Als ich allerdings gemütlich durch einen der vielen Nationalparks schlendere, hüpft doch tatsächlich ein Känguru vor mir quer über den Weg um dann gleich wieder im Gebüsch zu verschwinden. Magnetic Island hat mit seinen vielen Pärken und Stränden für jeden was zu bieten und diejenige die zum Wandern zu faul sind können sich ein Barbie Cabrio mieten und die Insel so erkunden.
Ein absolutes Must Do wenn man die Ostküste Australiens bereist sind die Whitsundays ca. 613 km südlich von Cairns. Die Whitsundays bestehen aus insgesamt 74 einzeneln Inseln und wurden an Pfingsten 1770 von James Cook entdeckt, daher auch der Name. Vor mehren Hundert Jahren waren die Inseln eigentlich gar keine sondern waren alle miteinander verbunden. Auf Grund des ansteigenden Meeresspiegel wurde allerdings aus einer grossen, 74 kleinere Inseln. Die Whitsundays sind aufgrund ihres klaren Wassers und die wunderschönen weissen Sandstrände bekannt, ausserdem beginnt hier das bekannte Great Barrier Reef so das Schnorcheln ein muss ist. Da zur Zeit allerdings Quallensaison ist und einige dieser Arten äusserst giftig sind müssen wir einen Stinger suit tragen. Endlich mit der richtigen Ausrüstung im Wasser kann der Spass losgehen und ich sehe unzählige bunte Fische und Korallen. Am liebsten wäre ich stundenlang im Wasser geblieben und hätte die Fische und andere Meeresbewohner beobachtet und wer weiss vielleicht hätte ich dann auch noch eine Schildkröte gesehen.
Nach Noosa führte mich meine Reise weiter nach Harvey Bay. Harvey Bay ist bekannt für Whale watching und ist einer der Ausgangspunkte für die bekannten Fraser Island Touren. Ich habe mich für eine dreitägige Tour entschieden da ich ohne Stress die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen wollte. An unserem ersten Tag wurden wir am frühen Nachmittag abgeholt und zur Fraser Island Fähre gefahren, danach hiess es kurz einchecken und schon ging es los zur Sunset Bar wo wir einen gratis Cocktail und den Sonnenuntergang genossen.
Am nächsten Morgen hiess es früh aufstehen, denn die Tour startete pünktlich um halb acht. Nach einer ca. 45 minütigen fahrt quer über die Insel erreichen wir den sogenannten 75 Mile Highway am Strand. Ca. 10 min fahren wir auf dem Highway weiter Richtung Norden, wo für uns die Möglichkeit besteht einen kurzen Insel Rundflug mit einem Propellerflugzeug zumachen. Die Aussicht ist wunderschön und sehr beeindruckend. Als wir nach diesem tollen Erlebnis wieder landeten, ging es mit dem Bus weiter zu einem alten Schiffswrack und zum sogenannten bunten Sand. Der Sand wirkt allerdings eher wie ein Felsen, ist aber tatsächlich nur extrem hart zusammen gepresster Sand. Bevor wir zu Mittag assen, kühlten wir uns im Champagne Pool ab. Der Pool hat den Namen durch die art und weise wie das Wasser in den Pool sprudelt. Nach dem Essen besuchten wir noch einige Aussichtspunkte mit herrlichem Blick über die Strände von Fraser Island. Der letzte Stop des Tages ist der Eli Creek, hier in diesem Süsswasserfluss kann man sich einfach treiben lassen und entspannen. Am Abend haben wir die Möglichkeit typisches australisches Essen zu probieren. Neben diversen Beeren und Früchten probierten wir auch Krokodil- und Kängurufleisch, welches beides sehr gut schmeckte. 😅
Maheno SchiffswrackChampagne Pool75 Mile Beach
Am zweiten Tag hiess es ebenfalls früh aufstehen. Diesmal führte uns unser Tourguide zum Lake Wabby, den wir nach einer kleinen Wanderung durch einen Wald erreichten. Der See ist der tiefste See auf Fraser Island. Nach einem erfrischenden Bad im See geht es durch den Wald wieder zurück und nach dem Mittagessen kommt das Highlight des Tages, der bekannte Lake MacKenzie. Der See ist aufgrund des wunderschönen weissen Strandes und des glasklaren Wassers so bekannt. Nach einem weiteren ereignisreichen Tag lassen wir den Abend in unserem Hostel in Harvey Bay bei Pasta und kühlen Getränken ausklingen.
Nach vier Tagen in der Grossstadt zieht es mich wieder ans Meer, genauer gesagt nach Noosa an der Sunshine Coast. Noosa liegt ca. 136 km nördlich von Brisbane und eignet sich toll um sich zu entspannen und Urlaub zumachen. Da ich nicht gerne nur am Strand herum liege habe ich beschlossen mit Rianne den Costal Walk zu machen. Die Rundwanderung ist ca. 10 km lang und führt entlang der Küste vom Sunshine Beach nach Noosa Heads. Auf unserem Weg kamen wir an vielen schönen Plätze mit atemberaubender Aussichten vorbei, wie unter anderem am Hell’s Gate oder am Dolphin Point. Leider liessen sich die Delfine heute nicht blicken. Also gingen wir weiter zum Fairy Pool, dies ist ein natürlich geschaffenes Becken welches immer wieder mit frischem Meerwasser aufgefüllt wird. Der Zugang zum Becken ist allerdings nicht ganz einfach und erfordert ein bisschen Geschick. Als wir den Abstieg geschafft hatten, wartete eine wunderbare Abkühlung auf uns. Nach der kurzen Pause wanderten wir der Küste entlang weiter bis wir schliesslich am Noosa Heads Main Beach ankamen.
Mein nächster längerer Aufenthalt führt mich in die drittgrösste Stadt von Australien. Insgesamt verbringe ich drei Nächte in Brizzie, wie die Australier Brisbane liebevoll nennen. Gleich am ersten Tag habe ich Hoohyun aus Korea kennen gelernt und wir haben gemeinsam die Stadt erkundet.
Am nächsten Tag besuchten wir den Botanischen Garten von Brisbane und nahmen an einer gratis Führung teil. Dort trafen wir auf Lena, eine Deutsche welche ich einige Tag zuvor in Byron Bay kennen gelernt habe. Bei der Führung haben wir viel neues über die australische Pflanzenwelt gelehrt. Danach machten wir einen Abstecher zum Mt Coot-Ta lookout wo wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt hatten. Da es sehr heiss war beschlossen Lena und ich uns die Stadt vom Wasser aus anzusehen und danach ein Bad am South Bank zu nehmen. Leider wird Hoohyun sehr schnell Seekrank so, dass sie uns nicht begleitete.
Moreton Island
Für heute habe ich eine ganztägige Tour nach Moreton Island gebucht. Die Insel ist die drittgrösste Sandinsel der Welt und liegt mit der Fähre ca. 90 min von Brisbane entfernt. Die heutige Tour beinhaltete Schnorcheln, so wie Sandboarding. Bei unserer Schnorcheltour um 15 von der Regierung versenkten Schiffe, sahen wir sehr viele verschiedene Fischarten. Die Schiffe wurden absichtlich versenkt um Freizeitbootbesitzern an der Ostseite der Insel einen sicheren Ankerplatz zu bieten. Mittlerweile haben sich in und um die Wracks herum Korallen gebildet, welche über 100 Fischarten Zuflucht bieten. Nach dem Mittagessen fahren wir über eine ruckelige Strasse in die Wüste zum Sandboarding. Unser Sandboard ist im Prinzip nichts anderes als ein Brett welches auf einer Seite eine glatte Oberfläche hat. Bevor wir uns auf das Brett legen wird es noch einmal richtig gewachst und schon können wir bäuchlings die Sanddüne hinunter sausen. Das Sandboarding macht eigentlich sehr viel Spass, wenn da nicht der anstrengende Aufstieg wäre. Ausserdem ist man danach voller Sand, aber davon lasse ich mich nicht aufhalten und so sause ich insgesamt vier mal die Düne hinunter.
Mein nächster längerer Aufenthalt habe ich im Surfer und Hippie Städtchen Bayron Bay verbracht. Das Städtchen liegt ca. 200 Kilometer südlich von Brisbane und ist durch die große und sehr lang gezogene offene Bucht ein ideales Surferparadies. Ein Besuch in Byron Bay ohne eine weitere Surfstunde wäre daher ein absolutes no go. Aus diesem Grund habe ich direkt im Hostel eine Stunde oder besser gesagt 3,5 Stunden gebucht. Der Unterricht war super da durch, dass auf sechs Schüler zwei Lehrer kamen, konnten wir alle sehr viel profitieren und es war uns allen möglich die eine oder andere Welle zu erwischen und sie sogar zu surfen.
Sonnenaufgang am Byron Bay Leuchtturm
Am Samstag morgen hiess es für mich Fühaufstehen, den um 5:30 ist Sonnenaufgang. Ein Spektakel, welches man hier am östlichsten Punkt des australischen Festlandes auf jeden Fall gesehen haben muss. Leider ist es zur Zeit, auf Grund der aktuellen Buschfeuer, ziemlich Rauchig so dass der Sonnenaufgang etwas weniger spektakulär ausfällt als ich mir das vorgestellt habe. Dennoch hat sich das frühe Aufstehen und die kleine Wanderung zum Leuchtturm gelohnt und mir sind einige schöne Bilder des Sonnenaufgangs gelungen.
Ti-Tree Lake
Was könnte nach einem langen Tag besser sein als ein Bad im nah gelegenen Ti-Tree Lake? Wenn Teebaumpflanzen an einem See wachsen, tropft ihr übernatürliches Öl ins Wasser und erzeugt so etwas wie ein „medizinisches Bad“. Durch das Öl wird das Wasser mystisch Schwarz gefärbt. Man könnte sagen, dass das Wasser nicht sehr einladend wirkt, aber es ist total frisch. Und das Teebaumöl wirkt Wunder auf der Haut. Allerdings mussten wir den See ganz schön lange suchen, da er etwas versteckt liegt.
Minyon Fall
Heute stand eine Wanderung am Minyon Fall an. Wenn man sich die Bilder im Internet so ansieht könnte man meinen, dass dies das Paradies auf Erden ist. Das mag schon sein, vorausgesetzt es hat in den Tagen davor genug geregnet und der Fluss ist voll mit Wasser. Da es aber bekanntermassen in Australien schon seit längerer Zeit sehr trocken ist, ist auch der Fluss komplett ausgetrocknet, dies wiederum bedeutet dass da kein Wasserfall ist. Dennoch lasse ich mir die Wanderung zum Fusse des Wasserfalls, wo sich ein wunderschönes natürliches Schwimmbecken befinden soll, nicht nehmen. Anders als mein Gefährte liebe ich es ein kleines Abenteuer zu erleben und über Felsen oder umgestürzte Baumstämme, die uns den Weg versperren, zu klettern. Nach ca. 50 min Wandern sind wir am Fusse des Wasserfalles angekommen. Leider führt nur ein Weg dort hin so dass wir den selben Weg wieder zurück gehen müssen. Als wir schliesslich wieder beim Hostel ankommen sind wir beide müde und wir lassen den Tag gemütlich ausklingen, er beim Leuchtturm und ich am Strand.
Nun hat meine Reise in Australien so richtig begonnen. Mein erster Stop bringt mich in das Hafenstädtchen Port Macquarie. Port Macquarie liegt mit dem Bus ca. 6 Std. und 30 min Nördlich von Sydney. Viel sehenswertes gibt es hier allerdings nicht. Man kann hier ohne Probleme nur ein zwei Nächte verbringen und hat dennoch sehr viel gesehen. Heute bin ich den Costal Walk entlang der Küste von Port Macquarie gewandert. Nach 3 Stunden wandern bin ich am Tacking Point Leuchtturm angekommen, unterwegs sind mir nicht sehr viele andere Wanderer entgegengekommen so, dass ich grössten Teils alleine unterwegs war.
Das Koala Hospital ist auf jeden Fall einen Besuch wert, der Eintritt ist gratis und täglich um 15:00 finden Führungen durch das Hospital statt. Hier werden diese süssen aber verletzen oder kranke Tiere wieder aufgepäppelt und mit viel Hingabe gepflegt. Die meisten dieser Armen Koalas leiden an Chlamydien oder wurden Opfer von den Buschfeuer. Ziel des Koala Hospitals in Port Macquarie ist es so viele Tiere wie möglich wieder Frei zulassen.
Am Sonntag unternahmen wir eine kleine Wanderung. Unser Ausgangspunkt war die Spit Bridge welche äusserst selten ist, da sie die einzige noch in Betrieb befindliche Hubbrücke auf einer Hauptverkehrsader ist. Die Brücke liegt 10 km nordöstlich von Sydney und verbindet die Vororte Mosman und Seaforth. Während wir durch die ruhige und schöne Landschaft wandern, stossen wir immer wieder auf den Australian Water Dragon, welcher hier an der Ostküste zuhause ist. Diese kleinen Kreaturen sind sehr schnell und ausserdem ausgezeichnete Kletterer. Ob schon es ein öffentlicher Wanderweg ist, sind wir oft alleine unterwegs und man bekommt das Gefühl man sei Kilometerweit von der Zivilisation entfernt. Hier in der Ruhe der Natur kann man einfach einmal die Seele baumeln lassen und sich entspannen. Ein Teil des Wanderweges gehört sogar zum Sydney Habour National Park, welcher insgesamt 392 Hektar gross ist. Nach 10 km wandern erreichen wir schliesslich, müde aber glücklich und zufrieden Manly.
Heute besuchten wir den Curl Curl und den Freshwater Beach im Norden von Manly. Curl Curl Beach ist bekannt für einige der besten Surfmöglichkeiten an den nördlichen Stränden. Ausserdem gibt es am Nord-und Südende des Strandes Salzwasser Felsenpools. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Klippen erreichen wir den Freshwater Beach. Da er nur 3 km von Manly entfernt liegt ist er mit dem Bus einfach zu erreichen. Freshwater hat seinen Namen von einem kleinen Bach am nördlichen Ende des Strandes erhalten. Dieser Bach versorgte in den 1900er Jahren die Schwimmer mit frischem Wasser. Obwohl der Strand nur 350 Meter lang ist, ist er dennoch einer der beliebtesten und bekanntesten. Besonders bei Schwimmern und Surfern ist Freshwater sehr beliebt. Nach unserem Besuch am Strand, entschlossen wir den kurzen Weg nach Manly zu laufen. Trotz dem bewölkten und windigen Wetter war es sehr spannend die Surfer und Schwimmer zu beobachten.
Zur Zeit wohne ich in einem Hostel im kleinen Surfer-Städtchen Manly, welches mit dem Schiff rund 20 min von Sydney entfernt ist. Aus diesem Grund habe ich heute mit meinen Freunden eine kleine Tour durch Sydney gemacht. Als erstes besuchten wir natürlich das Opera House am Hafen. Danach machten wir einen Spaziergang durch den Botanischen Garten gleich in der nähe. Hier gibt es sehr viele verschiedene Bäume und Pflanzen zu entdecken. Später gingen wir in die Innenstadt wo auch die meisten Einkaufszentren zu finden sind. Unsere Reise führte uns bis nach China Town, wo auch ganz in der nähe das Market City Shopping Centre liegt. Das Shopping Centre erinnert an eine Markthalle, die wohl auch früher dafür genutzt wurde um Früchte, Gemüse, Fisch und Fleisch zu verkaufen. Heute werden dort vor allem Kleider und Souvenirs verkauft. Sydney hat auf jeden Fall mehr zu bieten als nur das bekannte Opera House oder die Harbour Bridge, man muss nur ein wenig auf Entdeckungstour gehen.
Jacaranda-BaumKakadu im Botanischen GartenSydney Opera House und Harbour Bridge