Der nächste Stopp ist Waitomo, hier verbringen wir eine Nacht in einem Campingplatz ähnlichen Hostel. Die Zimmer befinden sich jeweils in einem kleinen Häuschen und die Gemeinschaftsküche und Waschräume in einem Nebengebäude. Da ein kleines Abenteuer nicht fehlen darf habe ich mich für das Black Water Rafting angemeldet. Gemeinsam mit vier Freunden aus dem Bus und zwei Tourguides machten wir uns auf den Weg zum Eingang zu den Waitomo Caves. Bevor es losging wurden wir mit Neoprenanzügen, Helmen, Klettergurt und den richtigen Schuhen ausgerüstet. Um in die Waitomo Caves zu gelangen, mussten wir uns an einem Seil in ein ca. 30m tiefes Loch abseilen.
Unten angekommen hiess es erst einmal einen Sitzplatz auf den Felsen finden und das Licht am Helm ausschalten. Sobald es in der Höhle dunkel war konnte man schon die ersten Glühwürmchen sehen. Nachdem wir noch etwas mehr über die Höhlen und Glühwürmchen erfahren hatten ging es noch tiefer hinein. Der nächste Halt war auf einer kleinen Plattform wo wir über eine Seilrutsche zum eigentlichen Startpunkt fürs Rafting ankamen. Nach einer kleinen Stärkung mit warmer Schokolade und Keksen und nachdem wir unsere Klettergurte ausgezogen hatten, hiess es Schwimmring schnappen und ins kalte Wasser springen. Als alle startklar waren paddelten wir in unseren Ringen Flussaufwärts, da die Strömung nicht allzu stark war ging dies ziemlich einfach und man kam gut voran. An den meisten Stellen reiche mir das Wasser nur bis zum Bauchnabel, so, dass man die Ringe gar nicht benötigte. Wir machten mehrere Zwischenstopps um die unzähligen Glühwürmchen zu bestaunen und mehr über die Tierchen und die Geschichte der Caves zu erfahren. Wir gingen soweit in die Höhle hinein wie es ging, danach machten wir kehrt. Auf dem Rückweg hakten wir uns gegenseitig unter. Da unser Tourguide uns zurück zum Startpunkt zog, konnten wir nochmals in aller Ruhe die Glühwürmchen anschauen.
Wieder beim Startpunkt angekommen, gaben wir unsere Ringe zurück, denn der Rest des Weges muss zu Fuss zurückgelegt werden. Um zum Ausgang zu gelangen mussten wir noch so einige Hindernisse überwinden. Wie zum Beispiel eine kleine Schwelle über eine Rutsche hinunter zu rutschen, durch enge Höhlen zu robben, usw. Ganz zum Schluss entschieden wir uns durch zwei Wasserfälle zum Ausgang zu klettern. Nach diesem Abenteuer kehren wir müde aber glücklich ins Hostel zurück.
Nach einer erneuten Nacht in Auckland führt mich meine Reise weiter zum Hot Water Beach. Die Fahrt von Auckland dauert etwas mehr als 2 Stunden und führt einmal quer durch das Land von der Westküste zur Ostküste. Bevor wir in Hot Water Beach ankommen machen wir einen Zwischenhalt in Hahei. In Hahei befindet sich nämlich die bekannte Cathedral Cove, dass Cathedral Cove bekannt ist wusste vor meiner Reise auch nicht. Zu Beginn des Filmes „Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia“ warten die vier Hauptdarsteller in einer Londoner U-Bahnstation bis sie sich nach einem durchfahrenden Zug plötzlich in der Cathedral Cove befinden. Im Film sind die Kinder wieder zurück in Narnia. Auch im Musikvideo von Macklemore & Rayan Lewis Song „Can’t hold us“ taucht der Strand rund um die Cathedral Cove immer wieder auf. Der Strand ist über einen Wanderweg gut erreichbar. Man sollte allerdings genügend Zeit einrechnen, da die Strecke nicht nur Bergab sondern dazwischen auch wieder Bergauf führt. Insgesamt verbrachten ca. 3 Stunden in Hahei bevor wir weiter nach Hot Water Beach reisten.
Cathedral CovePainting by Lonneke G.
In Hot Water Beach angekommen hatten wir kurz Zeit unsere Zimmer zu beziehen bevor es, mit Schaufeln ausgerüstet, zum Strand hinunter ging. Die Schaufeln benötigen wir allerdings nicht um Sandburgen zu bauen, sondern um Löcher zu buddeln um an das heisse Wasser von unterirdischen Gesteinsschichten zu gelangen. Die ca. 170°C heissen Gesteinsschichten sind die Reste von vulkanischer Aktivität vor 5 bis 9 Millionen Jahren. Der Bereich in der das bis zu 64°C heisse Wasser am Strand austritt, ist nur in den zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Ebbe nicht vom Meer bedeckt. Da wir gerade zur rechten Zeit angekommen sind, machten wir uns natürlich sofort an die Arbeit und gruben Löcher an den Stellen wo wir das heisse Wasser fühlen konnten. Tatsächlich konnten wir schon sehr bald eine etwas grössere Grube mit heissem Wasser ausbuddeln und diese mit einer Sandmauer von den Wellen vom Meer schützen. Wenn man seine Füsse noch etwas tiefer in den Sand eingrub musste man aufpassen, dass man sich die Füsse nicht verbrennt da das Wasser noch heisser als an der Oberfläche war. Die Quellen sind auch bei den Einheimischen sehr beliebt, daher war der Strand ziemlich voll und die besten Plätze schon besetzt. Nach dem einige grössere Wellen unsere Schutzmauer zerstört hatten gingen wir wieder zurück zur Unterkunft.
Als nächstes bringt mich meine Reise in die kleine Stadt Paihia. Paihia erreicht man mit dem Auto in ca. 3 Stunden von Auckland. Die Stadt hat ca. 1500 Einwohner und befindet sich an der Ostküste der Nordinsel. Auf Grund ihrer Lage ist Paihia bei vielen Touristen sehr beliebt, von hier lassen sich ideal Touren zum Cape Reinga, 90 Mile Beach und Piercy Island unternehmen. Rund um Paihia gibt es viele kleinere und grössere Inseln, daher wird diese Region auch Bay of Islands genannt.
Cape Reigna / Te Rerenga Wairua
Als erster Halt steht Cape Reigna auf meiner Liste. Um zum nördlichsten Punkt Neuseelands zu gelangen ist erneut eine ca. 3 stündige Autofahrt von Paihia aus nötig. Für die Maori hat Te Rerenga Wairua eine besondere Bedeutung. Die Mythologie besagt, dass über das Kap und die Untiefe von Te Nuku-o-Mourea die Seelen der Verstorbenen ihre letzte Reise antreten. Ebenfalls am Cape Reigna befindet sich der sogenannte Te Aroha auch Spirit Tree genannt. Der knorrige Baum, welcher auf ein Alter von ca. 800 Jahren geschätzt wird, klammert sich an die Klippen und symbolisiert den Ausgangspunkt für die Reise der Maori-Geister ins Jenseits.
Spirit Tree
Ninety Mile Beach
Nach unserem Halt in Cape Reinga geht die Reise weiter zum Ninety Mile Beach. Dieser beginnt im Süden am Reef Point und endet am Scott Point, fünf Kilometer südlich vom Cape Maria van Diemen. Der Name Ninety Mile Beach ist nicht ganz korrekt zumal der Strand tatsächlich nur 55 Meilen (89km) lang ist. Wie der Strand zu seinem Namen gekommen ist, ist nicht bekannt. Der Ninety Mile Beach wurde im Jahr 1932 als Landebahn einer der ersten Luftpostdienste zwischen Neuseeland und Australien eingesetzt. Bis heute kann der Strand von PKWs als Alternative zur offiziellen Strasse nördlich von Kaitaia benutzt werden, dies wird allerdings nur mit Allradantrieb empfohlen. Der Ninety Mile Beach ist sogar offiziell Teil des Fernstrassennetzes, die maximal erlaubte Geschwindigkeit ist 100 km/h. Die Nutzung der „Strasse“ erfolgt auf eigene Gefahr. Mit unserer Tour machen wir hier kurz halt um in den Sanddünen Sand-Boarding zu gehen.
Piercy Island / Motukokako Island
Mein nächster Ausflug von Paihia führt mich zu Piercy Island auch besser bekannt als The Hole in the Rock. James Cook gab der Insel ihren europäischen Namen Piercy Island. In der Maorisprache bedeutet Motu Kokako „Insel des Kokako“ (Lappenkrähe). Die Bootsfahrt zum the Hole in the Rock führt mich an unzähligen kleineren Inseln vorbei. Da es an diesem Tag etwas windig war, hatte es auf dem Meer einige grössere Wellen und somit etwas Wellengang. Trotz den etwas schwierigen Bedingungen gelang es unserem Kapitän das Schiff durch das 18 Meter hohe Loch hindurch zufahren. Auf dem Rückweg von Piercy Island machten wir einen Zwischenstopp in Otehei Bay auf der Insel Urupukapuka. Ich habe die Zeit auf der Insel genutzt um eine kleine Wanderung zu machen und die Insel zu erkunden und die Aussicht zu geniessen. Ein weiteres Highlight an diesem Tag war der Hai welcher in der nähe des Piers seine runden drehte.
Nach meiner insgesamt 22 Stündigen Flugreise lande ich in der grössten Stadt von Neuseeland in Auckland. Die Stadt liegt auf einer Landenge zwischen Pazifik und Tasmansee und ist auf rund 50 ruhenden Vulkanen erbaut. Auckland bietet eine spannende Mischung zwischen Stadtleben und Natur und ist daher der ideale Startpunkt für meine Reise. Um mir erst mal einen Überblick über die Stadt zu verschaffen buchte ich für die ersten beiden Tage eine Hop On Hop Off Bustour. Somit konnte ich am ersten Tag ohne stress die wichtigsten Orte besuchen und am zweiten Tag blieb genügend Zeit die restlichen Orte zu entdecken.
Hop On / Hop Off
Unser erster Stopp führt uns zum Mount Eden mit 196m der höchste Vulkan Aucklands. Vom Gipfel aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt und ihre Häfen. Im Gipfelkegel befindet sich ein gut erhaltener grosser Krater mit einer tiefe von etwa 50 Metern. Nicht weit vom Mount Eden entfernt befindet sich das Rugbystadion Eden Park wo die All Blacks einen Teil ihrer Spiele austrägt.
Aussicht vom Mount Eden
Der zweite Ort an dem wir einen Stopp einlegen ist der Bastion Point. Auch von hier hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt und besonders über den Hafen. Von hier führt ein Weg direkt hinunter zum Mission Bay. Mission Bay ist ein Küstenvorort von Auckland und der Strand ein sehr beliebter Ferienort. Von hier gehen wir der Küste entlang in Richtung Okahu Bay wo wir wieder in den Bus einsteigen um wieder in die Stadt zukommen.
Michael Joseph Savage MemorialNew Zealand Christmastree
Nach einer kleinen Stärkung und einem kurzen Gewitter erkunden wir noch etwas den Hafen bevor wir uns auf den Weg zum Sky Tower machen. Der Sky Tower ist mit 328m der Höchste Fernsehturm auf dieser Seite der Erdhalbkugel. Vom Turm aus können wir uns nochmal ein Bild von der Stadt machen und sind sehr erstaunt wie weitläufig die Stadt ist.
Sky Tower bei NachtWeihnachtbaum vor dem Sky Tower
Tag zwei der Bus Tour bringt uns zum Wintergarten. Ein kleiner Botanischer Garten, wobei Botanischer Garten eher ein bisschen übertrieben ist. Im Grunde genommen besteht der Garten aus zwei Gewächshäusern, welche einen Innenhof umgeben und einem Farngarten. In einem der Gewächshäusern befinden sich Pflanzen aus subtropischem Klima und wechselnde Ausstellungen mit einjährigen Pflanzen, im anderen das Tropenhaus mit Palmen, Orchideen und einer Sammlung von Hoya. Der Farngarten wurde in einem ehemaligen Steinbruch angelegt und beheimatet über 100 Arten von einheimischen Farne.
Gewächshaus vom WintergartenFarngarten
Die meiste Zeit haben wir allerdings an unserem zweiten Stopp von diesem Tag verbracht, dem Auckland Zoo. Hier leben Tiere aus fünf verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Löwen, Giraffen, Zebras, Nashörner, Geparde, div. Affenarten, Kängurus, Erdmännchen, Tiger, ect. und natürlich nicht zu vergessen die süssen kleinen einheimischen Kiwis. Wir hatten Glück und als wir ankamen war gerade Fütterungszeit bei den Kiwis so das die Tiere ziemlich aktiv waren und da durch leichter erkannt werden konnten.
Sumatra-TigerSchwarzköpfchenKiwis beim Fressen
Als Abschluss am Abend besuchten wir noch die Franklin Road, welche für ihre Weihnachtsbeleuchtung bekannt ist. Hier dekorieren die Bewohner jedes Jahr ihre Häuser mit Weihnachtsbeleuchtung damit jeder die Lichter in der Weihnachtszeit geniessen kann.
Kia Ora und Willkommen zu meinem Blog über Neuseeland, in Maori auch Aotearoa genannt. Hier werde ich euch so regelmässig wie möglich über meine Abenteuer in Neuseeland auf dem laufenden halten und das ganze mit vielen Bildern abrunden. Viel Spass beim Lesen.
Ein Besuch in der Hauptstadt Australiens darf auf meiner Reise natürlich nicht fehlen, und so mache ich mich von Melbourne auf den Weg nach Canberra. Canberra ist zwar nur die achtgrösste Stadt Australiens und weniger bekannt als Sydney oder Melbourne, hat aber dennoch einiges zu bieten. Besonders wer gerne in Museen geht kommt hier voll auf seine Kosten. Zudem kosten die Museen keinen Eintritt, was für mich sehr gelegen kommt. Ich selbst bin zwar nicht gerade der grösste Museum Liebhaber aber ein Besuch im Old Parliament House und im Parliament House lasse ich mir dennoch nicht entgehen.
Old Parliament House
Das Old Parliament House war von 1927 bis 1988 Sitz des australischen Parlaments. Eigentlich sollte das Gebäude weder vorübergehend noch dauerhaft sein – nur ein „provisorisches“ Gebäude, das maximal 50 Jahre lang den Bedürfnissen des Parlaments dient. Heute dient das Old Parliament House auch als Veranstaltungsort für Wechselausstellungen, Vorträge und Konzerte. Wenn man das Gebäude betritt und die Eingangstreppe hinaufsteigt erreicht man die King’s Hall. Auf der linken Seite der Königshalle befindet sich die Kammer des Repräsentantenhauses und rechts die Kammer des Senats. Die beiden Kammern unterscheiden sich optisch kaum, der grösste Unterschied sind die Farbe des Teppiches und das Leder der Sitzmöbel und Schreibtische. Wobei sich der Senat durch die Dominanz der Farbe Rot und das Repräsentantenhaus durch die Farbe Grün auszeichnet. In der Kammer des Repräsentantenhaus befindet sich ausserdem der sogenannte Speaker’s Chair. Der Speaker’s Chair war ein Geschenk des Britischen Parlament und wurde in der Kammer zusammengebaut.
Kammer des RepräsentantenhausesKammer des SenatsNachbau des Speaker’s Chair
Neben den beiden Kammern befindet sich auch noch ein eigenes Radiostudio und diverse Ausstellungen wie die Craftivism, Behind the Lines, Truth, Power and a Free Press und so weiter. Ich bin so fasziniert von den vielen Ausstellungen, dass ich gar nicht merke wie die Zeit vergeht und so kommt es, dass ich tatsächlich drei Stunden im Old Parliament House verbrachte.
Parliament House
Nach meinem Besuch im Old Parliament House interessiert es mich natürlich sehr wie das neue Parlamentsgebäude aus sieht und so mache ich mich auf den Weg dort hin. Die beiden Parlamentsgebäude liegen zu Fuss nur ca. 10 Minuten entfernt, sind aber was Architektur und Design angeht Jahrzehnte von einander entfernt. Der Bau des neuen Gebäude wurde 1988 abgeschlossen und am 9. Mai des selben Jahres von Queen Elisabeth II eingeweiht. Der Hauptentwurf des Gebäudes basiert auf der Form zweier Bumerangs und wird von einem 81 Meter hohen Fahnenmast gekrönt. Schon allein der Eintritt ins neue Parlament ist komplett anders als ins alte. Wie am Flughafen passiert man erstmal eine Sicherheitskontrolle, bevor man dann die imposante Eingangshalle betritt.
Wie schon im Alten Parlament gibt es hier die beiden Kammern für das Repräsentantenhaus und den Senat. Beide Kammern sind in ihren jeweiligen Farben gehalten allerdings in etwas gedämpfteren Farben. So ist das Grün für das Repräsentantenhaus gedämpft um auf die Farbe der Eukalyptusblätter oder des australischen Busches hinzuweisen und das Rot der Senatskammer in Ockertönen, welches auf die Farben des Outbacks hindeuten soll.
Leider sind die Ausstellungsstücke der Kunstsammlung für mich nicht sehr interessant, da es sich um Porträts aller Premierminister, Generalgouverneure, Senatspräsidenten und Sprecher des Hauses handelt. So entschliesse ich mich mit dem Bus wider zurück zu meinem Hostel zufahren.
Ca. 727 km östlich von Adelaide liegt, abgesehen von Sydney, die wohl bekannteste Stadt Australiens, Melbourne. Melbourne hat allerdings viel mehr zu bieten als nur die alljährliche Austragung der Australian Open. In der zweitgrößten Stadt Australiens finden regelmässig Festivals statt und durch die vielen verschiedenen Anlässen ist immer etwas los.
St. Kilda
An meinem ersten Tag in Melbourne besuche ich den schönen Strand in St. Kilda. St. Kilda liegt etwas ausserhalb der Stadt und ist mit dem Tram in ca. 20 min zu erreichen. In St. Kilda befindet sich neben dem Strand auch der Luna Park von Melbourne wo man ganz gut den ganzen Nachmittag verbringen könnte. Wenn man etwas geduldig ist und bis zum Eindunkeln wartet, kann man entlang des Piers Pinguine beobachten, welche nach einem langen Tag im Meer wieder zurück ans Ufer kommen um sich im Schutz der Steinen und Felsen auszuruhen. Tatsächlich tauchen kurz nach dem Eindunkeln die ersten Pinguine auf und bringen so die ganzen Leute in Aufregung und Erstaunen. Nach dem das ganze Spektakel etwas abgeklungen ist, mache ich mich auf den Rückweg ins Stadtzentrum.
Queen Victoria Market
Nur fünf Minuten von meinem Hostel entfernt befindet sich der berühmte Queen Victoria Market. Auf diesem Markt findet man einfach alles, von Taschen, Souvenirs, frischem Gemüse und Obst bis hin zu Fleisch und Fisch. Besucht man den Markt am Tag darf man nicht zu spät beginnen denn er ist nur bis 15:00 Uhr geöffnet und es gibt reichlich zu entdecken. Jeden Mittwochabend von 17:00 bis 22:00 Uhr findet der Queen Victoria Night Market statt, anders als am Morgen findet man hier viel mehr Stände mit leckerem Essen aus aller Welt und Handwerkskunst. Wer Live Musik mag der sollte sich den Night Market auf keinen Fall entgehen lassen, in beinahe jeder Halle befindet sich eine kleine Bühne wo Musiker ihr bestes geben und tolle Unterhaltung bieten. Ein besuch auf dem Queen Victoria Market lohnt sich garantiert.
Brighton Beach
Fährt man mit dem Auto für ca. 30 min der Küste entlang Richtung Süden hat man nicht nur einen wunderschönen Ausblick aufs Meer, man erreicht auch Brighton Beach. Brighton Beach ist ein ziemlich kleiner Ort der allerdings für seine bunten Strandhäuser bekannt ist. Hier gibt es sie zu Dutzenden und jedes ist farbenfroher als das vorherige. Einige sind gekonnt mit kleinen Kunstwerken bemalt, andere sind einfach nur bunt und schön anzusehen.
Royal Botanical Garden
Viel Grünfläche findet man im Stadtzentrum von Melbourne nicht gerade, allerdings befindet sich ca. 30 min zu Fuss von meinem Hostel der Botanische Garten. Hier kommen alle Naturliebhaber auf ihre Kosten. Der Garten ist über 36 Hektar gross und beherbergt alle möglichen Pflanzenarten. Neben einem kleinen Kräutergarten gibt es einen Rainforestwalk, plätschernde Wasserfälle und etliche Teiche. Nach einer Stunde kreuz und quer durch den Park schlendern habe ich noch immer nicht alles gesehen. Ganz in der nähe des Botanischen Garten ist das Denkmal Shrine of Remembrance. Es wurde ursprünglich erbaut, um die Männer und Frauen von Victoria zu ehren, welche im Ersten Weltkrieg gedient haben. Mittlerweile ist es ein Denkmal für alle Australier, die in einem Krieg gedient haben. Es ist eines der größten Kriegsdenkmäler in Australien.
Street Art
Anders als bei uns sind viele Graffitis, welche man in Australien sehen kann, echte Meisterwerke und Melbourne ist bekannt für diese Graffitis. Zu den bekanntesten Strassen gehören die AC/DC Lane, Hosier Lane und der Duckboard Place.Da ich es faszinierend finde wie man mit nur etwas Farbe und etwas Geschick eine Langweilige Wand verschönern kann sehe ich mir natürlich diese Orte an. Ich bin erstaunt darüber wie die aussagekräftig die Graffitis sind. Viele der neueren Graffitis zeigen nämlich das Leid und die Hilflosigkeit, welche durch die schweren Buschfeuer entstanden sind und den Feuerwehrmänner wird somit einen tiefen Respekt gezeigt. Ausserdem findet man auch Street Art welche auf die nächsten Australien Open hinweisen welche vom 20. Januar bis zum 2. Februar statt finden.
Geat Ocean Road
Anders als andere mache ich keine mehrtägige Reise entlang der Great Ocean Road, sondern mache einfach einen Tagesausflug zu den bekanntesten Punkten. Aus diesem grund fahre ich auch nicht die ganze 243 Kilometer lange Straße von Torquay nach Allansford. Die Straße schlängelt sich durch abwechslungsreiches Gelände entlang der Küste und bietet Zugang zu mehreren bekannten Sehenswürdigkeiten, einschließlich der Kalksteinformationen der Zwölf Apostel. Und genau dort beginnt auch meine Tour, damit wir nämlich dem ganzen Touristenstrom etwas aus dem Weg gehen können fahren wir über den Inlandsweg direkt zu den Zwölf Apostel. Die Zwölf Apostel sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein, da die Felsen aus Kalkstein bestehen werden sie alle irgendwann mal einstürzten und so kommt es auch dass ich nicht mehr zwölf sondern nur noch acht sehe. Sie sind deswegen allerdings nicht weniger beeindruckend. Nach ca. einer Stunde Aufenthalt fahren wir entlang der Küste zurück Richtung Osten. unterwegs machen wir noch diverse Stopps in kleineren Surfer-Orten unter anderem auch in Appollo Bay wo wir die möglichkeit haben Vegemite Ice Cream zu probieren.
Nach meinem Abenteuer im Outback fliege ich mit dem Flugzeug von Alice Springs nach Adelaide. Adelaide ist die Hauptstadt des Staates South Australia und die fünft grösste Stadt Australiens. Die Stadt liegt 1’375 km westlich von Sydney und ist auch als 20 Minuten Stadt bekannt. Ob zu Fuss, mit dem Bus, Tram oder Auto alles ist in ca. 20 Minuten zu erreichen. In Adelaide gibt es sehr viel zu sehen, wie zum Beispiel der Botanische Garten, Musen, und etwas ausserhalb gibt es einige schöne Strände und wunderschöne Weinregionen, einige der besten Weine stammen von hier.
Glenelg
Da es am Donnerstag über 40°C wurde verbrachte ich, gemeinsam mit meinen neuen Freunden aus Adelaide, den Tag am Strand in Glenelg. Glenelg liegt mit dem Auto ca. 20 min vom Stadtzentrum entfernt und ist nur eine kleine Stadt mit einem tollen Strand. Da allerdings Adam und Chris zuerst eine Stärkung brauchen, bevor wir zum Strand können machen wir noch einen Zwischenstopp in einem Strassenkaffee. Da es ein so heisser Tag war haben wir uns gründlich mit Sonnencreme eingeschmiert und kühlen uns regelmässig im Meer ab. Zwischen den Abkühlungen vertreiben wir uns mit Kartenspielen und Gesprächen die Zeit. Da das ganze Schwimmen hungrig macht, essen wir in einem kleinen Restaurant ein frühes Abendessen und gehen danach nochmals schwimmen.
Barossa Valley
Adam ist ein Weinliebhaber und daher ist klar was wir an einem etwas regnerischen Tag wie am Freitag machten. Wein probieren natürlich. So fuhren Chris, Floor, Adam und ich nach Barossa Valley und das obwohl Floor und ich eigentlich Wein nicht wirklich mögen. Barossa Valley liegt ca. 60 km nordöstlich von Adelaide und ist ein wichtiges Weinbaugebiet und Touristenziel. Auf dem Weg in dieses kleine Tal schwärmt Adam davon, welch tolle Weine es hier gibt und dass wir auf jedenfall einige davon probieren müssen. Man merkt ihm richtig an, dass er sich schon lange darauf freut. Als wir schliesslich in Barossa ankommen, machen wir natürlich erst mal Stopp in einem Kaffee, da Chris unbedingt einen Kaffee braucht. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zur ersten Weindegustation bei einem kleinen Weingut. Dort probieren wir fünf verschiedene Weine und ich muss sagen, dass sie ganz gut waren. Aber für Adam war natürlich eine Degustation noch nicht genug und so gehen wir weiter zum nächsten Weingut. Hier probieren wir neben normalen Weinen auch noch Dessertweine, die besonders mir und Floor sehr gut schmecken, da sie eher süss sind. Nach soviel Wein sind wir natürlich alle müde und so fahren wir wider zurück nach Adelaide.
Alice Springs ist ein kleines Städtchen ca. 2’420 km von Cairns entfernt und liegt mitten im Outback. Aufgrund der sehr hohen Temperaturen ist zur Zeit gerade low season so dass viele Geschäfte geschlossen sind. Von Alice Springs aus mache ich eine drei tägige Uluru tour. Die Tour beinhaltet neben dem besuch des bekannten Felsen auch eine Wanderung zu den Kata Tjuta und durch den Kings Canyon.
Uluru
Am ersten Tag werden wir um 5:45 Uhr von unserer Tourleiterin Minah und dem Koch Peter in Alice Springs abgeholt. Danach fahren wir ca. 5 Stunden zum Flughafen Ayers Rock wo wir die restlichen Tourteilnehmer einsammeln. Nach dem Mittagessen fahren wir endlich raus zum Uluru. Da es am diesem Tag und am Tag zuvor geregnet hat, kommen wir in den Genuss am Uluru etliche kleine Wasserfälle zusehen. Dieses seltene Ereignis kriegen nur ca. 2% der Besucher jemals zu Gesicht. Wenn man sich den Uluru aus der ferne anschaut, hat man das Gefühl dass der Felsen eine glatte Oberfläche hat. Betrachtet man ihn allerdings aus der nähe erkennt man viele Löcher und Höhlen. Diese Höhlen wurden von den Ureinwohner zum Kochen, Unterrichten oder Schlafen genutzt. Auf unserer kurzen Wanderung um den Uluru erfahren wir sehr viel über die Geschichte und Mythen dieses Berges. Unter anderem erfahren wir auch dass der Felsen eigentlich Grau ist und seine rote Farbe durch “gerostete“ Metallpigmente erhalten hat. Bevor wir zurück ins Camp fahren, essen wir noch ein kleines Apero mit wunderbarer Sicht auf den Uluru.
Wasserfall am Uluru
Kata Tjuta
Am zweiten Tag hiess es um 4:00 aufstehen da wir uns den Sonnenaufgang bei den Kata Tjuta ansehen. Die Kata Tjuta liegen ca. 30 Minuten von unserem Camp entfernt und bestehen aus 36 Felsformationen. Sie sind zwar etwas weniger bekannt als der Uluru aber nicht weniger faszinierend. Nach der Wanderung an den Kata Tjuta machen wir uns auf den Weg zurück zum Uluru, wo für einige aus unserer Gruppe eine geführte Tour startet. Die Tour wird von einer Ureinwohnerin namens Mila geführt und sie erzählt ihnen viel über die Bedeutung der verschiedenen Symbole ihrer Kultur. Nach der Tour fahren wir wider zurück ins Camp wo wir früh zu Mittagessen. Da wir, um zum Kings Canyon zukommen, nochmals ca. 5 Stunden fahren müssen, machen wir uns kurz vor 12:00 Uhr auf den Weg zum Kings Canyon Resort. Unterwegs machen wir noch einen kurzen Stop beim Lake Amadeus.
Kings Canyon
Heute Morgen stand die Wanderung im Kings Canyon auf dem Programm. Da es im Outback sehr heiss werden kann und die Wanderung durchschnittlich 3 bis 4 Stunden dauert, laufen wir um 6:00 Uhr los. 450 Stufen müssen wir besteigen um an die Spitze des Canyons zu gelangen, zum Glück sind wir alle sehr fit und so errechen wir das Ende der Stufen bereits nach 20 Minuten. Von hier aus haben wir eine wunderschöne Aussicht über den Canyon.
Im Kings Canyon befindet sich eine kleine Oase mit einem Wasserloch und vielen verschiedenen Pflanzen. Da es in den letzten Tagen immer wieder geregnet hat ist der Wasserspiegel höher als sonst und es ist sogar ein kleiner Bach entstanden. Nach einer kurzen Pause an dem Wasserloch wandern wir weiter. Da der Canyon aus Sandstein besteht müssen wir besonders in der Nähe von Klippen vorsichtig sein, da es möglich sit dass ein Stück Felsen abbrechen könnte. Die Klippen sind durch Wasser und Wind entstanden. Unsere Tourleiterin erzählt uns, dass der ganze Canyon einmal unter Wasser lag und einige Spuren sind immer noch sichtbar. Nach ca. 2,5 Stunden haben wir das Ende des Wanderweges erreicht und machen uns mit dem Bus auf den Weg zurück zum Resort. Dort tanken wir noch kurz auf und holen Peter ab. Danach geht es auf die Rückreise nach Alice Springs, auch diese fahrt dauert ca. 5 Stunden. Unterwegs sehen einige Wildtiere wie zum Beispiel einen jungen Stier, Wildpferde, Kamele, Eidechsen und ein Känguru.
Mittlerweile habe ich eine Strecke von ca. 2’416 km zurückgelegt und bin nun in Cairns, und somit auch am nördlichsten Punkt meiner Reise, angekommen. Cairns ist eher ein kleiner Ort, allerdings gibt es in der Umgebung sehr viel zu entdecken. Aus diesem Grund habe ich diverse Tagestouren unternommen, wie ein besuch in Kuranda oder dem Daintree Rainforest, natürlich durfte eine Schnorcheltour am Great Barrier Reef auch nicht fehlen.
Kuranda
Kuranda liegt mit dem Auto ca. 20 min ausserhalb von Cairns und ist für die beiden Anreisemöglichkeiten mit der Skyrail Rainforest Cableway und der Kuranda Scenic Railway bekannt. Die Skyrail Rainforest Cableway ist zwar nur 7,5 km lang dauert auf Grund der mehreren kurzen Zwischenstopps, wo man umsteigen muss, 1,5 Stunden. Beim Umsteigen sollte man sich unbedingt Zeit lassen, da man dabei wunderschöne Aussichten geniessen kann. Oben angekommen hat man die Möglichkeit verschiedene Märkte und Kunstläden zu erkunden. Es gibt auch eine Schmetterlingaufzuchtstation, einen Vogelpark und ein Noctarium, wo man nachtaktive Tiere sehen kann, welche man besuchen kann. Auf meiner Tour treffe ich auf eine Amerikanerin welche auch alleine reist und so beschliessen wir den Tag gemeinsam zu verbringen. Bevor wir mit der Kuranda Scenic Railway zurück nach Cairns fahren machen wir noch einen kleinen Spaziergang entlang des Flusses. Die Zugfahrt dauerte 1,75 Stunden bis zum Bahnhof. Die Zugstrecke ist seit 1891 nicht verändert worden.
Great Barrier Reef
Nach einer kurzen Silvesternacht geht es am ersten Januar los zum Schnorcheln am Great Barrier Reef. Die Fahrt vom Hafen in Cairns zu den Schnorchelstellen dauert ca. 1 Stunde und 45 Minuten. Nachdem alle instruiert wurden kann das Schnorcheln endlich losgehen. Das Great Barrier Reef ist so gross dass es sogar aus dem Weltall erkennbar ist und beherbergt eine riesige Vielzahl von Korallen und Fischarten. Ich habe keine Ahnung wie viele verschiedene Fische ich gesehen habe, geschweige denn wie die alle heissen. Die Fische sind sehr farbenfroh und man entdeckt immer wieder eine andere Fischart. Ob gross oder klein jeder Fisch ist auf seine eigene Art beeindruckend. Man hat mir gesagt dass es möglich ist Schildkröten oder Riffhaie zusehen. Da zwei andere Backpacker gesagt haben, sie hätten am Tag zuvor eine Schildkröte gesehen, hielt ich besonders danach ausschau. Eine Schildkröte habe ich zwar nicht gesehen, dafür tauchte direkt unter mir ein Riffhai unter einem Stein auf und zwar so dass ich ihm ins Maul schauen konnte. Dieses Erlebnis war definitiv das Highlight des Tages für mich.
Daintree Rainforest
Meine Letzte Tour führt mich zu diversen Orten im Daintree Rainforest. Erstes Ziel unserer Reise sind die Babinda Boulders wo wir die Möglichkeit haben im kristallklaren und kühlen Bergwasser zu schwimmen. Nach unserem morgen Tee fahren wir weitern zu den Josephine Falls, welcher ein dreistufiger Regenwald-Wasserfall mit dem beeindruckensten Schwimmloch in Australien ist. In diesem Wasserfall kann man wunderbar schwimmen und den Felsen runter rutschen. Das Highlight auf der Tour sind die bekannten Milla Milla Falls. Die Fälle sind 30 Meter hoch und ein beliebt für Fotos. Leider hat es in den Letzten Tagen nicht so viel geregnet so dass die Fälle nicht ganz so beeindruckend waren. Letzter Stop des Tages ist der Lake Eacham, dieser See ist ein Vulkankratersee und über 60 Meter tief. Auch hier nehmen wir ein Bad im erstaunlich warmen Wasser und lassen dann den Tag bei einer heissen Schokolade und einem Muffin ausklingen.