Nach einer erneuten Nacht in Auckland führt mich meine Reise weiter zum Hot Water Beach. Die Fahrt von Auckland dauert etwas mehr als 2 Stunden und führt einmal quer durch das Land von der Westküste zur Ostküste. Bevor wir in Hot Water Beach ankommen machen wir einen Zwischenhalt in Hahei. In Hahei befindet sich nämlich die bekannte Cathedral Cove, dass Cathedral Cove bekannt ist wusste vor meiner Reise auch nicht. Zu Beginn des Filmes „Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia“ warten die vier Hauptdarsteller in einer Londoner U-Bahnstation bis sie sich nach einem durchfahrenden Zug plötzlich in der Cathedral Cove befinden. Im Film sind die Kinder wieder zurück in Narnia. Auch im Musikvideo von Macklemore & Rayan Lewis Song „Can’t hold us“ taucht der Strand rund um die Cathedral Cove immer wieder auf. Der Strand ist über einen Wanderweg gut erreichbar. Man sollte allerdings genügend Zeit einrechnen, da die Strecke nicht nur Bergab sondern dazwischen auch wieder Bergauf führt. Insgesamt verbrachten ca. 3 Stunden in Hahei bevor wir weiter nach Hot Water Beach reisten.



In Hot Water Beach angekommen hatten wir kurz Zeit unsere Zimmer zu beziehen bevor es, mit Schaufeln ausgerüstet, zum Strand hinunter ging. Die Schaufeln benötigen wir allerdings nicht um Sandburgen zu bauen, sondern um Löcher zu buddeln um an das heisse Wasser von unterirdischen Gesteinsschichten zu gelangen. Die ca. 170°C heissen Gesteinsschichten sind die Reste von vulkanischer Aktivität vor 5 bis 9 Millionen Jahren. Der Bereich in der das bis zu 64°C heisse Wasser am Strand austritt, ist nur in den zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Ebbe nicht vom Meer bedeckt. Da wir gerade zur rechten Zeit angekommen sind, machten wir uns natürlich sofort an die Arbeit und gruben Löcher an den Stellen wo wir das heisse Wasser fühlen konnten. Tatsächlich konnten wir schon sehr bald eine etwas grössere Grube mit heissem Wasser ausbuddeln und diese mit einer Sandmauer von den Wellen vom Meer schützen. Wenn man seine Füsse noch etwas tiefer in den Sand eingrub musste man aufpassen, dass man sich die Füsse nicht verbrennt da das Wasser noch heisser als an der Oberfläche war. Die Quellen sind auch bei den Einheimischen sehr beliebt, daher war der Strand ziemlich voll und die besten Plätze schon besetzt. Nach dem einige grössere Wellen unsere Schutzmauer zerstört hatten gingen wir wieder zurück zur Unterkunft.


